Bachelor 2015. Mein Tag gestern.

VORWORT

„Wenn ich alle Erinnerungen an einer Wäscheleine aufhängen würde, dann wäre diese nicht nur endlich lang, sie wäre auch extrem bunt.“

Mich haben so viele Nachrichten von Euch erreicht und ich habe mir gerade im Bett meinen Laptop geschnappt und alles gelesen. Ihr habt mich ein bisschen aufgebaut und das tat gut.

Auch in meinem Leben ist natürlich nicht immer alles schön. Gestern war einer dieses „schwarzen Wäscheleine“ Tage.

„Dein Lohn bzw Ziel: Der „Bachelor of Arts“ so stand es auf der Gratulanten Karte, die ich gestern von meiner Mutter überreicht bekommen habe.

4 Jahre lang habe ich geackert um Studium und Selbständigkeit unter einen Hut zu bekommen und vereinbaren zu können. 4 Jahre mit einigen schlaflosen Nächten, Stress und immer Druck alles zu meistern.

Wer mich kennt weiß, dass ich mich in alles was ich mache zu 110% reinhänge und mit Mittelmaß noch nie so wirklich zufrieden war.

So bin ich eben.

DIE VORARBEIT

Und so war es auch in der Prüfungsvorbereitungszeit.

Ich habe Kundenaufträge auf Eis gelegt bin viel unterwegs gewesen (ihr Erinnert euch bestimmt an Andalusien und z.B. auch Mallorca) wollte mir meine „Meisterleistung“ zum Abschluss des Studiums erarbeiten.

Für die, die es nicht Wissen eine BA zählt zum Gesamtteil hinterher nur 12 Credit Points dazu ist also nur ein kleiner Teil des Ganzen und trotzdem war es mir alleine wegen meinem Thema wichtig besonders gut zu sein.

„Frauen und Pferde“ zogen sich eh schon wie ein roter Faden durch meine 4 Studienjahre und ich habe während meinen Kursen immer wieder freie Projekte zu dem Thema umgesetzt und bewertet bekommen.

Meine Prüfung stand gestern 4 Wochen später als die der anderen Studenten an. (Ich hatte zwischendurch einen Autounfall und musste verschoben werden.) Das Gefühl war also eh schon komisch. Alle sind fertig, feiern und man selber steht in der FH und fühlt sich mehr oder weniger fehl am Platz.

MEINE PRÜFUNG

Erschrocken war vor allem mein Vater von den Räumlichkeiten bzw. der ganzen FH Düsseldorf. Ich sehe das gar nicht mehr so. War wohl zu oft da.

Diese zieht zum Glück auch gerade um. Das muss ich dazu erwähnen – dringend nötig ist es defitniv. Der Designbereich ist bis dato allerdings immer noch in Golzheim und damit im alten Gebäude.

Mein Raum, der mir zugeteilt wurde war leider auch eine Katastrophe. Ich war gestern Morgen zum Glück schon relativ früh da und habe die Zeit damit verbracht das Ganze ein wenig „festlicher“ und wenigstens dem Anlass entsprechend zu gestalten.

Es gab leere Bierflaschen, Teller aus der Mensa, halbabgerissene Vorhänge, einen klebrigen Boden, um damit mal einen kleinen Teil zu nennen.

Bei der Prüfung dabei waren: Marko, meine Eltern und noch Studentinnen, die gekommen waren um sich meinen Vortrag anzuhören und natürlich die Daumen zu drücken, dabei. DANKE DAFÜR!

Dieser ging ca. 30 Minuten danach wurden Gegenfragen von meinen Professoren gestellt. Man wird von zwei Professoren geprüft. Gestern war noch ein dritter aus Interesse am Thema dabei.

Nach der Präsentation und den Gegenfragen wird man dann rausgeschickt und muss auf die Bekanntgabe des Ergebnis waren. Mir kam es ewig vor.

Auf dem Flur vor der Tür haben mir alle versichert, dass ich gut war (Aussprache, Inhalt etc.). Das war doch schon mal gut zu hören.

Ich selber hatte gar kein Gefühl. War komplett auf Autopilot geschaltet in dem Moment.

DAS HABE ICH GEMACHT

Meine Präsentation: Vom Inhalt her ging darum wie das Pferd vom Fleischlieferanten zur Männerdomäne wurde. (Krieg, Ritter etc.)

Dann der Sprung zum „Lieblingstier“ von vor allem Frauen seit Mitte des 20 Jahrhunderts. Was Pferde für eine Faszination ausüben und warum.

Ich habe mich mit anderen Fotografen beschäftigt unter anderem Muybridge, Boiselle, Vavra und Schuller und dabei einen Vergleich von diesen zu meinen Arbeiten gezogen.

Insbesondere bin ich auf das Pferd in der Modefotografie aber auch in anderen Fotografischen Bereichen eingegangen.

Weitere Themen wurden auch kurz abgehandelt aber vor allem auch in der Thesis beschrieben. Man hat gesamt nur 20-30 Minuten zum Vortragen. Zumindest bei meinem Prof.

Begleitend drucken lassen habe ich ein Buch (Whitewall) in A3 mit meinen Arbeiten. Gerne blättere ich dieses in einem Video auch mal für Euch durch und stelle es vor.

Es gab Postkarten zum mitnehmen (Flyeralarm), sowie 120*80cm Drucke auf AluDibond (Zoomwork) mit einigen meiner schönsten Werke in meiner kleinen „Ausstellung“ zu sehen.

DAS ERGEBNIS

Wieder reingerufen ging es zurück in den Raum. Mein Bauch hat so gegribbelt. Gleich ist alles vorbei ich werde meinen lieben in die Arme fallen können. So der Gedanke.

Das Gegenteil war der Fall. Es gab die ersten Minuten ausschließlich Kritik von meinen Profs.Fängt man nicht eigentlich mit etwas positiven an?

Das gekribbel wurde zu einem Kloss im Bauch und ich musste mich erst einmal setzen.

Nach einiger Zeit habe ich dann einfach nach meiner Note gefragt, da ich schon meine Felle davon schwimmen sah konnte ich es nicht mehr abwarten.

Nach dem verkünden der Note bin ich in die Verteidigung, weil ich die Kritik vorher einfach nicht nachvollziehen konnte und so auch nicht auf mir sitzen lassen wollte.

Heute Morgen eine Nacht später kann ich es immer noch nicht nachvollziehen.

Meine Prüfung habe ich gestern damit gestern mit der schlechtesten Note abschlossen haben, die ich im ganzen Studium hatte. Die Note ist natürlich trotzdem nicht schlecht, aber nichts desto trotz fragwürdig. (zumindest in meinen Augen.)

Es ist halt einfach komisch in einem Fotografie Kurs (Thema ebenfalls Frau + Pferd) mit einer 1,3 bewertet zu sein und gestern für weitaus bessere Arbeiten  runtergestuft zu werden, gleicher Prof.

Den Schein für die 1,3 habe ich gestern ebenfalls erhalten, da dieser noch ausstand.

Im Vorfeld hatte ich mir einige Prüfungen von den Studenten, die vor mir geprüft wurde angeschaut. Alle haben notenmäßig deutlich besser abschnitten und für mich persönlich hingt da Teils einfach der Vergleich im Bezug auf meine Arbeiten.

Meine Reisen und der Aufwand wurde in keiner Weise angesprochen und auch schon in der Vorbereitung auf das Buch gab es keinerlei Hilfe auf die Bildauswahl etc. Lediglich der Satz „Warum fotografierst du überhaupt noch so viel du hast doch schon einige Bilder, die du nehmen kannst“ war zu hören und „die Thesis ist mir viel wichtiger“.

Einer meine Profs. kam hinterher noch mit einem Post it auf dem die Note 1,7 stand und meinte „hier für die Nerven“ – wir ALLE dachten die Note für die Abschlussarbeit wäre hochgesetzt wurden und waren schon erleichtert.

Aber nichts da – als ich später im Prüfungsamt nachgefragt habe war das einfach nur die Gesamtnote vom Studium.

Auch nett.

Und ja die 1,7 ist super.

Aber es war für mich auch meine Familie gestern einfach ein bescheidenes Gefühl so Sätze zu meinem zum Abschluss zu hören: „Ach das hast du doch nach 10 Tagen eh wieder vergessen“ –  „Warum hast du überhaupt noch studiert?“  – „Sei doch froh bei dir ist doch alles toll du hast einen Job, dass haben die wenigstens hier“ – „Ich würde Dir für die Zukunft raten mal was neues zu machen nicht, dass Dein Thema bei den Kunden schnell durch ist. – Probiere doch z.B. mal in Dülmen die Wildpferde zu fotografieren“ – Ich: Stimmt hat ja nie jemand gemacht wäre sehr neu. Ich war auch schon in Kirgistan und habe dort Menschen mit Ihren Pferden begleitet – hätte ich das jetzt besser als Thema nehmen sollen? „Ja das wäre doch was, aber es hätte auch gar nicht so weit weg sein müssen..“ Naja und so ging es dann weiter.

Dabei geht’s mir in erster Linie auch nicht um die Note, sondern die Art.

Hätte man gestern nicht erst etwas positives sagen können bevor nur negatives kommt? Meine Profs. haben mich das halbe Jahr begleitet. Einige Anmerkungen waren  neu, diese hätte ich vor der Prüfung noch ändern können. Aber da kam nie was dazu.

Positives habe ich dann nach meiner Verteidigung gestern gar nicht mehr gehört. Denn die Sätze, die ich Euch beschrieben habe, sind für mich nicht ausschlaggebend. Selbstständig war ich auch schon vor dem Studium und so schnell vergessen ich einen Abschluss der mit keiner Freude von keiner Seite aus verbunden war mit Sicherheit auch nicht.

Da war das „Feier“ und man fühlt sich erleichtert Gefühl ganz schnell durch und es gab statt Glückwünschen Diskussionen, weil die Begründungen auch alle Anwesenden gestern ebenfalls nicht nachvollziehen konnten.

Den Abschluss des Tages habe ich bis spät in die Nacht mit meiner Familie verbacht. Gestern vor 2 Jahren ist mein Onkel verstorben und ebenfalls gestern hat sich ein weiteres Familienmitglied auf den Weg in den Himmel gemacht.

Die Nachricht kam kurz nach der Bekanntgabe meiner Note und auf einmal war eh alles unwichtig.Wir sind sofort los um auch den letzten Weg gemeinsam Hand in Hand gehen zu können

Vielleicht war mir deswegen schon das Ganze Wochenende bzw. die letzte Woche so schlecht und komisch, wer weiß.

Ich habe die Nacht durchgeweint (nicht wegen der Prüfung sondern unserem Verlust eines geliebten Menschen) sehe aus wie Häufchen Elend und sitze immer noch mit Laptop im Bett.

Ich raff mich jetzt mal auf und mach mich mit den Hunden auf in den Wald. Das tut mir persönlicher in so einer Zeit meist am besten.

Falls meinen Text  jemand ganz gelesen hat: Danke für’s zuhören. Mir war nicht mehr so nach sprechen gestern aber das „einfach mal runter schreiben“ tat jetzt gut.

aufbau
Ein kleiner Einblick für Euch. Bachelorprüfung 2015 „Frauen und Pferde.“
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22 Gedanken zu “Bachelor 2015. Mein Tag gestern.

  1. Liebe Alex, ja ich habe es bis zum Schluss durchgelesen und ich verstehe, wie es dir geht. Manchmal ist die Notengebung einfach so unfair und man versteht die Welt nicht mehr, fühlt sich vor den Kopf geschlagen und weiß nicht mehr weiter. Aber es geht weiter 🙂 dein Verlust tut mir unendlich leid, ich hoffe die Hunde geben dir Kraft!
    Und an deinen Fotos werden wir IMMER Interesse haben- du bist doch die Beste! Ein Shooting bei dir steht noch auf meiner Lebens-To-Do Liste 🙂 ganz liebe Grüße und fühle dich virtuell geknuddelt!

  2. Liebe Alex,denk Dir nix. Leider gibt es solche Tage und Du hast recht, bei so einem Ereignis wird alles andere unwichtig. Leider vergisst man manche Kommentare nicht, vor allem die die man nicht nachvollziehen kann, da kaut man noch etwas länger rum, jedoch ändern kann man nichts 😦 Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Fotos und gib nicht auf, wie alles im Leben ist es Geschmackssache. Du hast Deinen eigenen Stil und den lass Dir von keinem kaputt-reden. Weiter so und viel Spaß vor allem 🙂

  3. Liebe Alex,

    ersteinmal tur mir der Verlust, den ihr erleben müsst unendlich leid! Da helfen auch tröstende und lieb gemeinte Worte nicht, soetwas zu verarbeiten braucht seine Zeit. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass ihr euch in irgendeiner Form sicherlich wieder begegnet.

    Zu deiner Bacherlorarbeit und der Verteidigung. Ich kenne bis jetzt niemanden, der zufrieden aus dieser Nummer raus gekommen ist und mir grauts schon davor, wenn ich in deiner Situation bin. Ich bin mir sicher, viele wären begeistert, deine Arbeit zu lesen, lass uns doch teilhaben und veröffentliche sie. Nicht nur im FH Fundus sondern mach ein Buch draus. 🙂
    Ich wette, deine Dozenten hatten insgesamt wenig Ahnung von Pferden, dass ist ja leider oft so und auch sehr schade, oftmals können sie die Arbeit, die hinter einem Projekt steht auch gar nicht witklich fassen, sonst würden nicht viel schlechtere Arbeiten eine viel bessere Note bekommen.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und dass du dich nicht entmutigen lässt! ❤

    1. Hm. Also ich hatte eine 1,0 in der Bachelorarbeit und eine 1,3 in der Verteidigung. Gibt also tatsächlich Leute, die zufrieden da rausgehen. 🙂

  4. Das sind diese Tage die man einfach irgendwo verbuddeln möchte… Schade, dass die Profs. So blind waren für die Leichtigkeit deiner Bilder und dass sie nicht sehen wie perfekt du das Verhältnis von Frau zu Pferd einfängst. Ich kenne kaum Bilder, die einfach so schön die Liebe zwischen Pferdemädchen und Vierbeiner zeigen.
    Mein Beleid zu eurem Verlust und auf das auf den ganzen Regen nur Sonne folgen möge :)!!

  5. Dein Verlust tut mir unendlich leid.
    Ich hoffe das er/sie nicht leiden musste.

    Und deine Prof’s sollten doch wissen wie man Kritik am besten verpackt! Unglaublich das als erstes nur Kritik kam.

    Ich persönlich sehe zu dir auf und möchte irgendwann auch so wunderschöne aussagekräftige Bilder machen wie du!

    Genieß deine Zeit jetzt in vollem Zügen, denn nach dem Studium geht es erst richtig los ☺️

    Liebe Grüße

  6. Hallo,

    Ich habe deinen Text gefesselt bis zum Ende durchgelesen und muss sagen ich bin echt berührt.

    Es tut mir leid das dein eigentlich schöner Tag so gelaufen ist und das so viel negatives auf einmal passiert ist.

    Ich weiß es hilft dir wahrscheinlich nicht viel und du hörst ne menge doofer Ratschläge aber meine Mama sagt immer das jeder Rückschlag im Leben für irgendwas anderes gut ist. Das nichts umsonst geschieht und man immer stärker daraus hervor geht.

    Seit einiger Zeit folge ich dir nun auf Facebook und Instagram und ich muss sagen ich bin begeistert von deiner Arbeit! Da stecken so viele Gefühle und Emotionen drinnen. Du bist wirklich eine wahre Inspiration!

    Also denke immer daran das nichts umsonst so passiert wie es passiert und Blicke optimistisch und zuversichtlich in die Zukunft.

    Ganz liebe Grüße

    Jessica

  7. Hey Alex,
    Erstmal tut mir dein Verlust unfassbar leid. Das ist nie schön.. Mein herzliches Beileid.
    Und dann wollte ich noch sagen, dass du auf die Note und auf die Kommentare (die meiner Meinung nach wirklich nicht berechtigt und fair waren) nichts geben darfst. Du siehst ja selber an deiner Facebookseite, dass den Menschen deine Bilder gefallen. Es ist etwas tolles was du auf die Beine stellst! Du machst klasse Bilder, du bringst Gefühle rüber und man merkt dass du liebst, was du tust! Also bitte, lass dich von sowas nicht runterziehen. Glaub weiter an dich und lass dich nicht von deinem Weg abbringen! Du machst dein Ding schon, da bin ich mir sicher!
    Liebe Grüße, Lena

  8. Ich hab mir das gerade zweimal durchgelesen… Da ist gestern ein wenig viel auf einmal passiert. Von unfairen Prüfern kann ich dir ein Liedchen singen. Umso trauriger die Erkenntnis, dass andere mit aus deiner Sicht weniger Leistung auch noch besser abgeschlossen haben. Manche Lehrer und Profs hätten besser eine andere Berufung gewählt.
    Ich selbst habe eine deutliche Neigung zum Grübeln. Ich kann es nicht abstellen aber letztendlich bringt es nichts. Was passiert ist, ist passiert und ändern kann man es nicht mehr. Bitte führe dir das vor Augen. Alles andere ist verschwendete Energie, die du besser in die Zukunft und weitere großartige Arbeiten investierst.

    Der Verlust eines Familienmitglieds ist immer tragisch. Dass er in solch einer Situation kommt ist einfach unfair. Allerdings spielt so das Leben. Die Aufs und Abs reihen sich aneinander und das war gestern in Kombination ein besonders tiefes Ab. Das nächste Auf macht sich aber vielleicht schon auf den Weg zu dir.

    Auch wenn wir uns nicht persönlich kennen fühle ich wie es dir gerade gehen muss. Diesen Tag wirst du so schnell nicht vergessen aber dennoch wird er irgendwann nicht mehr so wichtig sein. Ich hoffe für dich, dass der Tag bald kommen wird. Lass dich von deinen Hunden trösten. Ich glaube, die können das ganz gut.

    Liebe Grüße, Manuel

  9. Liebe Alexandra,

    zuerst: Ich liebe deine Arbeiten. Und ich kann dich so gut verstehen.

    Ich habe in meiner Bachelorprüfung etwas ähnliches erlebt. Das ganze Studium über war ich sehr gut, und dann hab ich bei der Thesis einen auf die Nase bekommen. Und zwar so richtig. Genau wie bei dir, wusste meine Prof die ganze Zeit was ich mache, ich habe ihr Textauszüge geschickt, die Inhaltsangabe, etc. Nie kam Kritik, nie ein Verbesserungsvorschlag. Trotzdem wurde ich abgestraft, sei zu nah an den Zitaten, dann doch zu frei (???), wie auch immer. Ich habe insgesamt mein Studium mit 1,8 abgeschnitten. Es stört mich bis heute, 6 Jahre später. Aber es hat auch sein Gutes. Gerade wir, die so hart arbeiten, aber auch erfolgsverwöhnt sind, bekommen so eine Ecke in unser Leben. Mich spornt das an. Die Prüfung ist – bei Licht betrachtet – nicht wichtig. Der Abschluss ist in der Tasche, und ich muss nicht everybodys darling sein. Schon gar nicht bei meinen Ex-Profs. Das habe ich daraus gelernt.

    Mach weiter so, denn du bist außergewöhnlich! Und wer die Pferdeszene kennt, der weiß, dass sich da gar nichts abnutzt. Wer will als Pferdemädchen nicht ein Traum-Foto?

    Dein Verlust in der Familie tut mir so leid. Beide Ereignisse ziehen dich jetzt runter, also trauer richtig. Dann kannst du gestärkt daraus hervorgehen.

    Ich wünsche dir viel Kraft. Vielleicht lernen wir uns irgendwann einmal kennen.

    Alles Liebe.

  10. Liebe Alex,

    auch von mir erstmal mein herzlichstes Beileid! Manchmal kommt im Leben einfach alles zusammen wenn es schlecht läuft 😦

    Aber lass dich nicht entmutigen. Und lass dich nicht runterziehen von der Meinung der Profs. Ich hab vor ein paar Wochen mein Studium geschmissen und bin deswegen immer noch hin und wieder verunsichert und frustriert. Aber ich hatte vor dem Studium bereits eine abgeschlossene Ausbildung als Fotografin und kannte somit auch die Arbeitswelt. In den Vorlesungen erzählten die Profs dann ihre tollen Märchen und ich tauschte mich mit anderen Studenten darüber aus, die ebenfalls wie du oder ich eine Ausbildung oder Selbstständigkeit hatten. Wir waren alle der Ansicht das die Professoren scheinbar einfach schon zu lange im „Raumschiff“ FH sitzen und von dem Kurs auf der Erde gar keine Ahnung mehr haben. Eigentlich traurig, wenn man bedenkt was sie vermitteln und dabei verdienen. Es hat mich einfach sehr geärgert und ich hoffe das es nicht überall so ist.
    Aber wahrscheinlich liegt es wirklich auch daran das deine Profs womöglich keine Ahnung von der Thematik und vor allem der Arbeit dahinter eine Ahnung haben. Selbst wenn ich lese was du erzählst oder höre was andere berichten, kann ich nie wirklich zu 100% wissen wie viel Arbeit wirklich dahinter steckt. Ich habe ein Bild im Kopf, aber kein Gefühl dafür was es wirklich bedeutet. Man kann nur beurteilen was man selbst erlebt hat. Ärgere dich einfach nicht weiter darüber! Wahrscheinlich hast du bereits mehr Erfahrung und Erfolg als so manch werter Herr der zu viel auf sich hält weil er einen akademischen Grad erreicht hat (dem ich keine Leistung abspreche, aber eine andere Art von Leistung eben).

    Ich bewundere dich und deine Arbeit! Lass dich nicht von irgendeiner Note entmutigen, im Leben zählt mehr die Erfahrung und davon hast du definitiv genug!

    glg, Melly

  11. Liebe Alexandra, herzliches Beileid zu deinem Verlust und ich wünsche Dir Kraft und innerliche Ruhe, durch diese schwere Zeit durch zu kommen. Ich möchte dir allerdings auch ganz herzlich gratulieren, jetzt hast du deinen Bachelor titel und das finde ich toll, vor allem nachdem man davon gelesen hat, wieviel Arbeit das für dich bedeutet hat. So, wie ich das verstanden habe, waren also 3 Profs zugegen die was zu mäkeln hatten, ich verstehe vollkommen, das sowas nach soviel Blut und Schweiss und Aufopferung demotivierend ist, ABER bitte vergiss nicht, wie viele Menschen DU mit DEINER Arbeit/Bilderb berührst, inspirierst und glücklich machst. DAS Talent haben nur wenige und das, so finde ich, muss mehr wert sein als das Geschnatter von ein paar Profs 😉.
    Fühl dich ganz, ganz doll gedrückt und atme jetzt erstmal tief durch 💆, ich wünsche Dir das aller, aller, aller Beste! 😃😍💞

  12. Liebe Alex,

    zuerst, der Verlust eines geliebten Menschen tut mir sehr Leid, ich denke viele wissen, zumindest annährend, wie man sich da fühlt. Da passt wohl der Satz „wenn, dann direkt alles aufeinmal“ ganz gut zu deiner Situation. Aber, man könnte meinen, daran würde man sehen, wieviel wichtigere Sachen es gibt als die Note eines Studiums. Familie, Zusammenhalt, Liebe, Gesundheit… und es scheint als hättest du all das an deiner Seite!
    Ärgere dich nicht zu sehr über deine Note, oft kann man so etwas einfach nicht nachvollziehen, ich kenne das, wenn auch nicht bei einem Studium. Aber man zweifelt dann immer direkt an sich selbst „hätte ich es besser machen können? Hätte ich es anderes machen müssen?“ – Nein! So wie es mir scheint, bzw ich bin sicher, dass du dein Bestes gegeben hast und mehr kann man einfach nicht tun. In deinen Bildern steckt soviel Faszination, Leidenschaft, Liebe, Energie und und und… ich und viele viele andere Menschen lieben deine Bilder und auch einer meiner Träume ist es, irgendwann einmal mit meinem Pony vor deiner Kamera stehen zu dürfen! Und das zählt mehr als eine Note im Studium, dass die Leute deine Bilder lieben, darin etwas besonderes sehen und sich immer wieder darüber freuen neue Fotografien zu sehen.
    Ich wünsche Dir und deiner Familie ganz ganz viel Kraft & ich freue mich auf weitere tolle Arbeiten oder auch Alltagsschnappschüsse von Dir & auch von deinen 2 süßen Mäusen. 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Sarah

  13. Liebe Alex,

    mein herzliches Beileid zu eurem Verlust, ich selbst weiß, wie schmerzlich so etwas ist.

    Du hast ein unglaubliches Talent, was sich in deinen Fotografien und Beiträgen wiederspiegelt, so dass eine Note letztenendes nur eine Note ist, die irgendwann in Vergessenheit gerät. Wichtig ist, dass deine Aufnahmen DIR und deinen Kunden gefallen und das tun sie! Sonst würden dir nicht so viele folgen und Anfragen senden. Also Kopf hoch, Kamera raus und weitergemacht, denn du bist klasse!

    Fühl dich lieb geknuddelt!

    Alles Gute und mach weiter so!
    lg Alex^^

  14. Zum bestandenen Abschluß ein kleines FAQ :

    Studium = Ausbildung zum Systemsklaven mit eingeschränktem Bewußtsein, besonders ausgeprägt an Universitäten

    Universität = Gebäudekomplex, wo jungen Menschen von Professoren das eigene Denken abtrainiert wird

    Professor = ein Lehrer, der seinen Studenten im Interesse der Wirtschaft meist Unwahrheiten indoktriniert

    Bachelor Student = Akkord-Lernsklave, der im Eiltempo ohne zu hinterfragen lernen und wiedergeben (repeaten) muß

    Master-Student = Turbo-Akkord-Lernsklave, der in besonders hoher Geschwindigkeit ohne zu hinterfragen lernen und wiedergeben (repeaten) muß

    Akademiker = staatlich geprüfter Sklave mit nunmehr eingeschränktem Bewußtsein und freigegeben für das Praktikum zur späteren Ausbeutung

    Praktikant = Nachwuchssklave, der erstmal ohne Lohn in der freien Wirtschaft arbeiten muß

    Freie Wirtschaft = Sklavenmarkt, dessen Lohn von Gewerkschaften vorgeschrieben wird

    Gewerkschaft = Vertretung der Arbeitgeber, die den Lohn diktieren für den der Sklave beim Arbeitgeber arbeiten muß

    Arbeitgeber = Ausbeuter, oft auch Zeitarbeitsunternehmen

    Zeitarbeitsunternehmen = Ausbeuter, welche ihre Sklaven gegen Entgelt an einen Entleihbetrieb verleihen

    Entleihbetrieb = meist Firmen, die sinnlose Produkte herstellen

    sinnlose Produkte = werden gerne von Konsumsklaven gekauft

    Konsumsklaven = werden speziell im Studium durch massive Werbung quasi herangezüchtet

    Studium = siehe oben. Und auf ein Neues.

    Vom Systemsklaven zum Konsumsklaven und zurück / perpetuum mobile perversus
    https://aufgewachter.wordpress.com/2012/09/30/vom-systemsklaven-bis-zum-konsumsklaven-und-zuruck-perpetuum-mobile-perversus/

  15. Hallo Alexandra,

    Ich verfolge deine Arbeit schon seit längerem auf Instagram und bin wirklich von jedem einzelnen Bild deiner Bildern begeistert. Man merkt dir an mit welcher Leidenschaft und Freude du die Verbindungen zwischen Mensch und Tier mit deiner Kamera einfängst.
    Ich bin normalweise nicht jemand der Blogs kommentiert, aber ich muss dir einfach schreiben, dass nachdem ich dein Bericht gelesen hatte, ich am ganzen Körper Gänsehaut hatte.
    Mich rührt es zutiefst wie du ungerecht für all die ganze Mühe und Arbeit behandelt wurdest.
    Ich kann es nachvollziehen, dass man da einfach nicht mehr weiter weiß und die Welt nicht mehr versteht. Vorallem wenn man auch noch solche Schicksalschläge in der Familie erleben muss.
    In der heutigen Zeit ist es sehr oft der Fall, dass Lehrer oder auch Professoren gerne ihre Macht an Noten ausspielen und nicht mehr fair bewerten. Anstatt sie uns postiv bestärken und begleiten, sehen sie immer nur das was falsch ist. Das geht nicht nur dir sondern vielen Anderen auch so.
    Ich finde es bewundernswert, wie offen du deine Erlebnis teilst und ich denke es stärkt viele andere Menschen die ebenfalls Ungerechtigkeit erfahren haben.
    Trotzallem gratuliere ich dir von ganzen Herzen zu deiner bestanden Bachelor-Arbeit!
    Ich hoffe, dass ich irgendwann die Gelegenheit bekomme, dich persönlich zu sehen.
    Bis dahin wünsche ich dir ganz viel Erfolg, Kraft und Glück für alles was kommt.

    Herzlichst, Olivia

  16. Hallo Alex,

    ich schreibe das erste mal unter einen Blogeintrag generell. Ich bin meist nur stille Mitleserin, aber das Thema und so wie es dir gerade geht und du es beschrieben hast… Da musste ich einfach was schreiben! Mir ging es leider damals bei meiner Abschlussprüfung ganz genauso.. Ich habe Grafik Design studiert, mir war aber die ganze Zeit schon klar das ich in die Fotografie gehen will, ich habe meine Abschlussarbeit also auch so ausgelegt. Ich musste das sogar extra mit den Dozenten klären, die sagten mir aber zu das das ok wäre. Ich habe mir ein Thema welches mich sehr fasziniert hat überlegt, habe die Fotos geschossen, die Nachbearbeitung gemacht, hab eine Ausstellung geplant, habe Kataloge, Flyer, Poster und Einladungskarten gestaltet.. und am Schluss meine Abschlusspräsentation gehalten, ich war so stolz und glücklich und hatte den Rücken mit viel Zuspruch gestärkt.. ja und dann kam die zerschmetternde Kritik, ähnlich wie bei dir, haben sie kein gutes Haar an mir gelassen. Grundtenor war, dass sie meine Arbeit ja nicht normal bewerten könnten weil sie gar kein Abschluss in Fotografie anbieten würden. Und so ein paar Fotos knipsen (!!) und in ein Katalog Layouten wäre ja nicht sehr aufwendig.. usw.. Ich habe mein komplettes Herzblut in diese Arbeit gesteckt und dann sowas.. ich kann genau nachempfinden wie es dir gerade geht.. Aber ich kann dir auch versprechen, das diese Note das unwichtigste überhaupt in deinem leben darstellt! Klar, der Tag wird dir immer in schlechter und trauriger Erinnerung bleiben, natürlich auch wegen deinem Verlust der das ganze natürlich noch toppt und wo ich dir ganz viel kraft und stärke wünsche! Mein herzliches Beileid!!!!! Aber gebe einen sch…. auf diese Note! Ich hab mittlerweile 9 Jahre Berufserfahrung und mein Abschluss zählte noch nie! Deine Arbeiten sind so toll und aussagekräftig, das bist du und das ist das was du liebst, das sieht man und das sehen auch deine Kunden! Alles andere ist egal, ich belächle meine 2,3 mittlerweile..
    Kopf hoch und weiter so!! Du hast einen tollen Stil und machst unglaublich schöne Bilder =)

  17. Hallo Alexa,

    ich verfolge deine Seite(n) nun doch schon eine Weile und nichts an deinen Arbeiten ist „schnell durch“. Viele Fotografen suchen sich eine Sparte aus und bleiben dabei. Ein Wechsel zu was „Neuem“ ist nicht immer was Gutes, also lass dich bloß nicht beirren =) Ich vermute mal diese Profs waren neidisch. Du hast Erfolg – und das bereits sehr Früh. Das „Glück“ hat nicht jeder und vielleicht gönnt man es dir ja nicht. Nicht der netteste Zug, aber für die Profs der einzige Weg dir eins rein zu drücken ist deine Noten runterzuziehen á la „kann ja nicht sein dass da ne super Note bei raus kommt UND dann noch der berufliche Erfolg!“.

    Was viele dieser Proffessoren nicht verstehen: diese Noten lassen sich nicht ändern. Einmal abgestempelt bleibt das so. Hatte auch mal so ne Diskussion mit meinem Spanisch-Prof =D Stand ganz knapp auf der Kippe und er gab mir die schlechtere Note TROTZ mehrerer freiwilliger Referate usw. In diesem Sinne: Lass dich nicht unterkriegen und geh deinen Weg einfach weiter.

    Liebe Grüße

  18. Liebe Alex,

    Erstmal dennoch Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Bachelor – auch wenn das Ergebnis nicht ganz so ausgefallen ist, wie du es dir erhofft hast, ist es ja immer noch sehr gut und es ist etwas Besonderes, einen Studienabschluss zu haben, wenn man bedenkt, wie viele Menschen auf der Welt nicht einmal die Chance dazu haben, überhaupt Lesen und Schreiben zu lernen.

    Dass die Art und Weise wie dich deine Professoren behandelt haben trotzdem unter aller Würde war, ist allerdings ein Grund enttäuscht zu sein, aber nicht von dir selbst, sondern von Ihnen. Du berührst und inspirierst seit Jahren mit deinen wundervollen Bildern, arbeitest mit renommierten Fotografen zusammen und hast es zudem schon während deines Studiums geschafft, von deinem Talent auch finanziell zu überleben. Das allein ist schon eine riesengroße Leistung und wenn deine Professoren das nicht anerkennen können, spricht da meiner Meinung nach ihre gekränkte Eitelkeit heraus!

    Verliere also bitte nicht den Mut, sondern sei stolz auf das, was du bisher alles erreicht hast und freu dich bitte vor allem darauf, dass du jetzt viel mehr Zeit dafür haben wirst, das zu tun was du möchtest, was dich interessiert und dich selbst voran bringt – und uns allen immer wieder große Freude beschert.

    Nimm dir ein bisschen Zeit für dich, um deinen Verlust zu verkraften und mach das, was dir einfach nur gut tut.

    Ganze viele liebe Grüße und viel Kraft,

    Mandy xx

  19. Oh nein! Liebe Alex, das tut mir unheimlich leid! Deine Bilder enthalten so viele Emotionen und irgendwie sind sie etwas ganz besonderes!
    Es ist überhaupt nicht gerechtfertigt, so eine Note zu bekommen, wahrscheinlich war das nur die Trotzreaktion der Profs, weil du dir schon vor/nebenbei der Uni etwas eigenes aufgebaut hast, und gar nicht so auf sie angewiesen bist, wie sie sich erhoffen.
    Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Kraft und mein Beileid, aber du schaffst das, und deine Bilder bleiben toll, egal ob die Profs das nun finden oder nicht!

  20. Natürlich habe ich deinen Post bis zum Schluss gelesen, es tut mir wirklich leid dass du gerade keine leichte Lebenssituation durchleben musst. Bitte vergiss nicht dass deine Arbeit einfach unfassbar, gar Weltklasse ist die du machst. Lass dir deinen Lob und Anerkennung von all den Menschen die dich tagtäglich als eines ihrer Vorbilder von solchen verbockten ultrasteifen Profs vermiesen, denn du weist genau was für ein Talent du bist 💜 Das mit deiner Familie tut mir sehr leid, dort tröstende Worte von unbekannt zu lesen ist natürlich alles andere als hilfreich, aber vielleicht hilft es dir zu wissen dass du niemals allein sein wirst 💜 Mein großer Traum ist es dich mal persönlich kennenzulernen und vielleicht Zauber ich dir ein lächeln wenn du weist dass tolle Freunde von mir ein provisorisches Zugticket zu dir zu einem Workshop zum Geburtstag geschenkt haben sodass ich direkt angefangen hab wie ein kleines Kind zu flennen ^^ Du hast es geschafft, und das zählt, du hast tolle Menschen um dich herum, du bist ein Herzensguter Mensch, und deine Arbeit ist unbeschreiblich 💜 Alles Liebe nur für dich, Josi Heinecke

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